Rinchnach - Guntherort und ehem. Klosterort

Rinchnach Gunther- und ehemaliger Klosterort 
Rinchnach (gegründet 1011/1012),
Gunther- und ehemaliger Klosterort,
ältester Ort und historischer Herrschaftmittelpunkt des Mittleren Bayerischen Waldes

Ecclesia Rimichinaha-probošství Rinchnach-Klášter
Vom zentralen Klosterort des Mittl. Bay. Waldes (1011/12 - 1803) zur selbstbewussten Gemeinde
Od významné klášterní osady Středního Bavorského lesa (1011/12-1803) k sebevědomé obci
 
  


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Das Closter oder
Nidern=Altaichische Probstey Rinchnach
hat seinen Namen von dem allda
durchfließenden kleinen Fluß Rinchna,
seinen Ursprung aber nächst Gott
von dem Heiligen Gunthero,
H. Kayser Henrico sambt seiner auch
H. Und Jungfräulichen Gemahlin Cunigund
und endlich dem nit münder H. Godehardo,
damals Abbten zu Nidern=Altaich,
dass also villeicht wenig Geistliche
Stüfftungen zu finden seyn werden,
bey deren Errrichtung so vil von
sonderbahrer Heiligkeit berühmbte Personen
zusammen getretten als bey dieser"
Klášter aneb
niederaltaišské proboštství v Rinchnachu
získal své jméno
podle říčky Rinchna,
která zde protéká,
svůj počátek však hned po Bohu skrze svatého Vintíře,
svatého císaře Jindřicha a také skrze svatou a
neposkvrněnou manželku jeho Kunhutu a
také konečně neméně skrze svatého Godeharda,
tehdy opata v Niedern-Altaichu,
 že tedy snad jen tak málo duchovního
zbudování by se nalézti dalo,
při jejichž zřízení tolik osob
proslavených zvláštní svatostí spoluúčastno bylo,
jako při tomto“.
(Michael Wening,
Chur-Bayrische Land-Beschreibung, 1726)
  
Rinchnach verdankt seine Gründung
St. Gunther (955 – 1045),
einem ehemals thüringischen Hochadeligen,der 1005/06 in den
 Benediktinerorden eingetreten war.
Gunther kam 1011 als Einsiedler
in die Rinchnacher Gegend und verbrachte
den lebensbedrohend strengen Winter
 1011/1012 der Überlieferung nach in einer
 Klause beim heutigen Frauenbrünnl
(2 km östlich von Rinchnach).
1012 baute Gunther schließlich
zusammen mit Mönchen aus Niederaltaicein kleines Rodungskloster auf.

 
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Deckenfresko, Pfarrkirche Rinchnach, um 1730
Rinchnach vděčí  za své založení
sv. Vintíři (955 – 1045),
durynskému šlechtici, který v letech
1005/06 vstoupil do
benediktinského řádu.
Vintíř přišel roku 1011 jako poustevník
do oblasti kolem Rinchnachu
a podle pověsti zde prožil velice krutou zimu
1011/1012 - u dnešního Frauenbrünnlu
(2 km východně od Rinchnachu).
Roku 1012 vystavěl Vintíř společně
s mnichy z Niederalteichu
na jimi vyklučeném
místě malý klášter.
 
  
Der Name des Ortes Rinchnach wie auch die Namen der umliegenden Dörfer, Nachbarorte, Berg-, Fluss-, Landschaftsnamen usw. haben sich im Laufe der Jahrhunderte verändert. Dies ist aus alten Urkunden, Landkarten usw. ersichtlich.
Wolf-Armin Frh. von Reitzenstein führt im Lexikon bayerischer Ortsnamen folgende Auflistung für Rinchnach auf: 
  
Während der Flussname
1029 als Rimminaha bezeugt ist,
findet sich der Siedlungsname
1040 als Rimichinaha,
1148 als Rumchenahe,
1249 (Druck von 1620) als Rinichna,
1254 als Rimchna ,
1277 als Rimichna,
1295 als Rimchnach  und bald nach
1301 als Rinchnach belegt.

Grundwort des ursprünglichen Gewässernamens
ist aha<Wasserlauf, Fluss,
als Bestimmungswort kann
der Personenname Rimicho erschlossen werden.

(aus: Wolf-Armin Frh. von Reitzenstein,
Lexikon bayerischer Ortsnamen, C. H. Beck, 2006)
 
  

Der Bach "Rinchnach", die "Rinchnach", wird im Volksmund heute noch "d'Rinicha" genannt. Die Quelle des Baches liegt nahe des Wagensonnriegels beim Ende der Forststraße, die von der Siedlung "Kirchdorfer Waldhaus" Richtung Wagensonnriegel führt. Die Rinchnach suchte sich ein Bachbett, das zunächst nach Zimmerau führt.

Anschließend schlängelt sich der Bach in einem Tal zwischen dem Gehmannsberger und Klessinger Bergerl hindurch, durchschneidet dann in südlicher Richtung die breite Wiesenlandschaft zwischen den Gehmannsberger und Klessinger Fluren und wendet sich schließlich an Fuße des Probstberg-Waldes westlich durch die Rinchnacher Langwiesen Rinchnach zu. Südlich des ehemaligen Kloster - bzw. des heutigen "Bräu-Hofes" fließt der Bach an Rinchnach vorbei und mündet schließlich an die aus Richtung Kirchberg kommende Rinchnach Ohe.